Für eine neue Ausgabe meiner Homestory-Reihe ‚Katzenbesitzer:innen und ihr Zuhause‘ habe ich die Künstlerin und Gründerin von Plant Circle Monika Kalinowska in Berlin-Neukölln besucht.
Dort wohnt sie in einer 67qm großen Altbauwohnung. Die zwei Zimmer teilt sie sich zusammen mit ihrem Partner Prateek und ihren (aktuell) 5 flauschigen Mitbewohnern – der Hündin Pina, den Katzen Zoe und Kimchi, sowie den zwei Pflegekätzchen Nori und Enoki. Letztere beiden sind noch auf der Suche nach einem Zuhause, meldet euch also gerne bei Monika, falls ihr gerade nach Zuwachs sucht.
Ursprünglich kommt Monika aus Polen, lebt aber seit über einem Jahrzehnt in Berlin. Die Katzen Zoe, Nori und Enoki stammen ebenfalls aus Polen, während Hundedame Pina aus Montenegro und Kimchi aus Rumänien kommen und von Monika adoptiert wurden. Und ja es ist Zufall, dass sich die Katzen alle ähneln 🙂





Wie würdest du deinen Wohnstil beschreiben?
Mein Wohndesign ist ziemlich vielseitig. Ehrlich gesagt folge ich keinem strengen Konzept – wenn mir etwas gefällt, finde ich einen Platz dafür. Ich war schon immer von skandinavischen, klaren und funktionalen Formen inspiriert, aber ich liebe auch Boho- und zeitgenössisches Design. Mein Raum ist eine Mischung aus dem, was ich schön und bedeutungsvoll finde.




Wie beeinflussen deine Haustiere deine Einrichtung? Haben sie bestimmte Bereiche, die sie lieben oder die du für sie gestaltet hast?
Ich kann mir mein Zuhause ohne meine Haustiere nicht vorstellen! Sie bringen so viel Wärme und Leben in unser Zuhause, zusammen mit meinen Pflanzen. Ich habe einige Klettergerüste für sie gebaut, die sie absolut lieben, und ihre Lieblingsplätze sind die Betten auf den Fensterbänken. Es ist mir wichtig, dass sie sich in ihrer Umgebung wohlfühlen und von ihr angeregt werden.



Gab es Herausforderungen bei der Einrichtung? Insbesondere beim Wohnen mit Pflanzen – wie funktioniert das mit den Mitbewohnern?
Ich habe großes Glück, dass keines meiner Haustiere daran interessiert ist, Pflanzen zu fressen. Ich hatte keine Ahnung, wie sie sich verhalten würden, bevor ich sie adoptierte, aber zum Glück lassen sie die Pflanzen in Ruhe. Andernfalls wäre es eine echte Herausforderung, da meine Sammlung hauptsächlich aus Pflanzen besteht, die für Haustiere giftig sind. Am schwierigsten war es, Haustiermöbel und -accessoires zu finden, die sowohl ästhetisch ansprechend sind als auch zu unserem Raum passen. Es ist entweder super teuer und oft langweilig oder sehr kitschig.
Oh ja, da werden jetzt bestimmt so einige Leser:innen zustimmend nicken.
Hast du eine Lieblingsecke/raum in deiner Wohnung?
Mein Lieblingszimmer ist definitiv das Wohnzimmer! Ich habe dafür gesorgt, dass es viele Schlaf- und Kletterplätze für die Katzen sowie all ihr Spielzeug gibt. Wir verbringen die meiste Zeit hier – hier essen wir, faulenzen und arbeiten. Da die Wohnung nur 67 Quadratmeter groß ist, ist das Wohnzimmer das Herzstück von allem. Ich habe darauf geachtet, dass ein Sofa groß genug ist, damit wir alle darauf Platz haben, damit alle gut zusammen abhängen können. Hier stehen auch die meisten meiner Pflanzen, da es dort das beste Licht bekommt. Ich liebe es, von Grün umgeben zu sein – nichts ist besser!





Und die Tiere, haben die auch ihre Lieblingsplätze?
Neben jedem Lieferpaket, das ins Haus kommt, schlafen unsere Katzen gerne in den Fenstern oder auf ihrem Kletterbaum. Pinas Lieblingsplatz ist ein Berg aus Kissen auf der Couch. Sie hat ein Talent dafür, die aufwendigsten Konstruktionen zum Schlafen zu bauen, was mich immer zum Lächeln bringt.
Hat dich Berlin in der Gestaltung deines Zuhauses beeinflusst?
Ich glaube nicht, dass ich ohne Berlin die Person wäre, die ich bin, und mein Raum wäre sicherlich nicht so vielseitig, wenn es diese Stadt und die Menschen, die ich dort kennengelernt habe, nicht gäbe. Berlin ist unglaublich inspirierend und einzigartig, was Innenarchitektur angeht. Ich liebe es, wie kreativ die Leute hier ihre Wohnungen einrichten. Was meine Kunst betrifft, lässt sich nicht leugnen, dass Berlin sie politischer gemacht hat, insbesondere angesichts der jüngsten Ereignisse. Die aktuelle Stimmung in der Stadt hat mich radikaler gemacht, und das spiegelt sich in der Kunst wider, die ich schaffe.
Gibt es etwas Lustiges über das Zusammenleben mit deinen flauschigen Mitbewohnern zu berichten?
Sie sorgen auf jeden Fall für ständige Unterhaltung! Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist, ihnen beim Spielen und Schlafen zuzusehen – besonders Kimchi, die die seltsame Angewohnheit hat, an Dingen hängend zu schlafen. Ich habe keine Ahnung, wie sie das bequem finden kann!
Es gibt Wochen, in denen sie es schaffen, ein paar Pflanzen von den Regalen zu stoßen. Einmal jagte Zoe eine Fliege, sprang von Regal zu Regal, und als sie fertig war, stand das Wohnzimmer komplett auf dem Kopf und der Boden war voller Erde. Mein größter Philodendron war in zwei Hälften zerbrochen. Ein anderes Mal dachte ich, ich hätte Kimchi ganz verloren. Ich startete sogar eine Suchaktion im Freien, nur um festzustellen, dass ich sie versehentlich auf dem Balkon eingesperrt hatte. Diese Kleinen halten mich immer auf Trab und entertainen mich!
Integrierst du deine Kunst in deinen Wohnraum? Beziehst du deine Haustiere in den kreativen Prozess mit ein?
Ich kann mir ein Haus ohne Kunst nicht vorstellen. Ich liebe weiße Wände – sie sind wie eine leere Leinwand, die man mit Gemälden und Drucken dekorieren kann. Im Moment hängt nur eigentlich nur in meiner Küche keine Kunst, aber das wird sich bald ändern! Da ich in meinem Atelier male, können die Katzen nicht in den Prozess einbezogen werden, obwohl sie es bestimmt tun würden, wenn sie könnten! Pina begleitet mich oft mit ins Atelier; ich male gern, wenn sie bei mir ist.

Vielen Dank liebe Monika, dass du uns einen kleinen Einblick in dein schönes Zuhause gegeben hast – schaut auch gerne mal bei ihr auf Instagram vorbei!
