Bis gestern war ich total entspannt, was die aktuelle Krise angeht – und bin es auch jetzt noch. Trotzdem stimme ich der Empfehlung auf unnötige soziale Kontakte zu verzichten voll und ganz zu und versuche dem Ganzen dabei etwas Gutes abzugewinnen. Denn statt sich unnötig aufzuregen oder Gefahren auszusetzen, sollten wir alle einfach näher zusammenrücken (jeder für sich versteht sich in diesem Fall). Vergesst dabei trotzdem nicht euren Mitmenschen – schaut nach rechts und links und versucht euch Wege, Einkäufe zu teilen und euch gegenseitig zu helfen!

Und wer kann, der genießt ab jetzt einfach die Zeit daheim und besinnt sich auf das Wesentliche. Nie war zu Hause wichtiger als jetzt. Und das ist eure Chance, entspannt euch, lest Bücher, schaut eure Lieblingsfilme und genießt einfach mal das Nichts tun.

Richtet euer Heim für die nächsten Tage und Wochen gemütlich ein – und damit meine ich nicht shoppen zu gehen, es aber wohl heimeliger zu gestalten. Holt alle Kissen und Decken raus, hängt Lichterketten auf, kocht euch Tee und macht es euch mal so richtig gemütlich. Macht das Beste aus dieser sonderbaren Situation und gewinnt ihr etwas Positives ab. Sammelt Inspirationen für Projekte, die ihr im Frühling angehen wollt. Recherchiert Reiseziele und plant euren nächsten Trip – vielleicht für den Sommer?

Versteht mich nicht falsch, natürlich will ich die Situation nicht abtun, aber euch sehr wohl daran erinnern, was wirklich wichtig ist. Nämlich gesund zu sein. In unserem privilegierten Leben vergessen wir das nämlich leider gerne mal. Wir werden nicht verhungern und wir sind bislang noch gut vorbereitet.
Apropos verhungern, wie wäre es ab jetzt mal wieder so richtig von Anfang bis Ende zu kochen oder zu backen? Einfach mal wieder ein Brot backen, von einem Eintopf mehrere Tage essen und sich so richtig Zeit für’s Essen nehmen. Pizzateig schafft ihr auch ohne Fertigteig, Müsli einfach mal selber machen (meine Freundin Nina hat da ein besonders leckeres Rezept) und noch warm aus dem Ofen genießen. Gerichte kochen, die ihr sonst vielleicht nicht kochen würdet und auch mal unter der Woche einen Kuchen backen? Zeit für einen ausgiebigen Kaffee genehmigen und einfach mal alle Vorräte aufbrauchen, ohne in Hamsterkäufe zu verfallen. Slow Living hat in diesen Tagen eine ganz andere Bedeutung gewonnen und gibt uns allen die Chance mal wieder so richtig herunterzukommen.

So wird’s zu Hause gemütlich:

  • Lichterketten, viel indirektes Licht oder Kerzen
  • umso mehr Kissen und Decken, umso besser
  • Dekoriert um:
    Ihr wolltet schon immer mal die Möbel rücken, neue Bilder aufhängen, Lampen anbringen oder die Dekoration ändern? Na dann los!
  • Bastelt doch mal wieder was für die Wohnung
    Origami Vase, ein Gesteck aus (Trocken)blumen (oder vielleicht sogar aus Papier), malen oder zeichnen, ein Makramee knüpfen, oder mit Ton oder Knetmasse kleine Kunstwerke zaubern.

Was machen Sachen?

  • Wie wäre es mit Frühjahrsputz? Meine Freundin und Kollegin Vreni Frost hat da gerade einen guten Ratgeber parat (gibt’s auch als Hörbuch oder E-Book).
  • Reiseplanung für den Sommer
  • Alte Bilder endlich mal in das längst geplante Fotoalbum hochladen oder sortieren
  • Mache ein Backup. Wenn ich eins immer wieder aufschiebe, dann sind das Backups von Handy und PC. Hasse ich.
  • Kochen oder backen und dabei Podcast hören.
  • Ausgiebige Pflanzenpflege.
  • Karten spielen.
  • Kreuzworträtsel.
  • PUZZELN! (es gibt super viele günstige Varianten auf Kleinanzeigen, es muss nicht neu sein)

Empfehlungen fürs Auge und Ohr:

  • ZDF: Deutschlands große Clans (die Otto Geschichte fand ich besonders spannend)
  • Für Katzenliebhaber: Kedi – Von Katzen und Menschen (in Istanbul)
  • Netflix: Cambridge Analytica – spannende Doku darüber, was passiert, wenn unser online Verhalten gegen uns verwendet wird (Trump)
  • Amazon: Generation Wealth – für einen Bildband sammelt eine Fotojournalistin Fotos ihrer Arbeit aus den letzten beiden Jahrzenten und besucht dafür einige ihrer ‚Models’ erneut – kritische Sicht auf Konsum und Image-Gedanken inklusive.
  • THIS IS US – Einer der besten Serien überhaupt, wie ich finde #teamjess
  • Podcast: Sofa so good – Ein Podcast für Interior-Nerds
  • All Time Podcast-Klassiker: Hotel Matze, OMR, Mordlust

Ihr habt noch weitere Ideen und Empfehlungen? Na dann her damit – schreibt gerne ein Kommentar!

3 replies on “Ein Besinnen auf das Wesentliche – Nie war zu Hause wichtiger als jetzt!

  1. Das ist doch mal ein wunderschöner Post in diesen etwas kuriosen Zeiten. Da bekomme ich direkt Lust, einiges von deinen Vorschlägen auszuleben. Die Idee von einem aufwendigen Eintopf finde ich besonders ansprechend. Liebe Grüße von Renate

  2. Toller Post mit tollen Tipps. Ich versuche diese crazy Zeit auch gerade zu nutzen, um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Vor zwei Tagen habe ich mich mal wieder dem nervigen Papierkram gewidmet und die Steuerunterlagen zusammengesucht. Gestern habe ich vier Kisten Bücher aussortiert. Die Doku von ZDF finde ich auch super. Ich kann die HARIBO Story und die JOOP! Story sehr empfehlen.

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