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Na seid ihr eher für oder gegen eine Camper Reise? Jeden Tag “on the Road” sein, nie wirklich wissen wo man am Ende landet und auf kleinsten Raum zusammenleben?
Ich war noch nie ein Fan vom Campen und konnte dem in der Natur (schlecht) Schlafen und den notdürftigen Sanitäranlagen nie etwas abgewinnen.
Auch auf Festivals ging ich immer auf Nummer sicher und schnorrte mir Papas Kombi um im Kofferraum zu schlafen.

Trotzdem stand schon lange ein Road Trip auf meiner imaginären Bucket List – spätestens als ich Julia bei ihrer Reise mit Wilma auf Juliaslieblinge verfolgt habe, war ich endgültig infiziert. Und zugegeben hatte ich dabei sternenklare Nächte, magische Sonnenuntergänge und Aufwachen am Strand im Kopf. 

Und damit kommen wir auch schon zum Hauptakteur unserer Reise – dem Crosscamp. Seit März ganz neu auf den Markt und ein echtes Allround-Talent. Denn die Küchenzeile (mit 2 Gas-Kochfeldern und Spüle, sowie Mini-Kühlschrank) kann ausgebaut und so kann er auch als Alltagsfahrzeug mit bis zu 7 Sitzen genutzt werden. Und auch auf der Reise hat es uns wirklich an nichts gefehlt und wir waren bzw. sind große Fans des komfortablen Raumwunders auf vier Rädern. 

Und wo schläft man im Crosscamp?

Ganz klassisch kann man hier die Rückbank umklappen und erhält damit eine Liegefläche von etwa 1 x 2 m.

Eine weitere Liegefläche versteckt sich im Dach des Campers. Dort kann man nämlich kinderleicht eine Art Zelt aufklappen. Die Dachfläche lässt sich während man im Camper sitzt oder kocht bis ganz nach oben klappen und so kann man sogar im Auto stehen. Zum Schlafen zieht man die Dachfläche einfach herunter und klettert über die Vordersitze hinauf. Ich weiß, das ist echt schwer vorstellbar und deshalb hier ein paar “Verbildlichungen”.

Unter der Liegefläche und in den Seitenfächern verstecken sich erstaunlich viel Stauraum und wir hatten wirklich keinerlei Platzprobleme, obwohl ich den halben Hausstand mitgenommen hatte.

PS: Unser Kätzchen Tigerlily haben wir natürlich nicht mitgenommen, aber wollte sie auch einmal kurz das Van Life (auf dem Weg zum Sitter) spüren lassen 🙂 

Unsere Route für zwei Wochen:

Prag – Budapest – Pula – Venedig – Gardasee – Mailand – Lago Maggiore – Stuttgart.

Ich habe die Route rein nach Bauchgefühl und Interesse geplant. Und plante die Touren mit max. 3-4 Stunden am Stück. Das hat sich auch als eine gute Zeitplanung herausgestellt und kann ich euch nur empfehlen, wenn die Reise entspannt bleiben soll.

Erster Stopp: Prag, Tschechien

Nach knapp vier Stunden (von Berlin aus) erreichten wir unser erstes Ziel. Prag hat mich sehr überrascht und ich habe die Stadt sofort in mein Herz geschlossen. Das Auge hüpft von einem schönen Altbau zum nächsten, fast jede Fassade erstrahlt im neuen Gewand und die Straßen sind trotz vieler Touristen makellos gepflegt.
Ich mochte die hügelige und verwinkelte Altstadt sehr und konnte mich an dem Blick über die Dächer der Stadt nicht satt sehen.

 

Prag hatte ich mir weniger charmant vorgestellt, nicht ganz so modern und irgendwie einfach etwas urbaner – wohl deshalb war meine Überraschung groß!

Unsere erste Nacht in Prag verbrachten wir mit unserem Camper dann hier: River Camping Prague

Was wir tolles in Prag unternommen haben und ihr auch unbedingt ausprobieren solltet, erfahrt ihr alles im nächsten Beitrag! Dran bleiben lohnt sich also 🙂 

Danach ging es für uns weiter zum nächsten Ziel: Budapest – was knapp fünf Stunden von Prag entfernt ist. Auf dem Weg dorthin, machten wir eine kurze Kaffeepause in Brno um bei dem ehemaligen tschechischen Barista-Meister einen Kaffee zu trinken. Wenn ihr eine Pause machen wollt, dann unbedingt im wunderschönen Brno!

2. Stopp: Budapest, Ungarn

Über die erhabene Elisabeth-Brücke bogen wir drei Stunden später in das Stadtzentrum von Budapest ein – Ungarns Hauptstadt ist in goldenes Abendlicht getaucht und es ist Liebe auf den ersten Blick. Die prächtigen Altbauten sind höher als in Prag, die Fassaden erzählen Geschichten und laden zum Träumen ein. Fast hinter jeder Ecke verbirgt sich eine Überraschung und immer wieder müssen wir ein Ooooh oder Aaah von uns geben.

Budapest ist bekannt für seine Ruinen Bars – baufällige Häuser, die zu hippen Bars umfunktioniert wurden. Aber auch charmante Cafés und edle Restaurants verbergen sich hinter so manch verfallener Fassade. 

Zwei Nächte verbrachten wir in der Stadt und probierten uns durch diverse Speisekarten – den Beitrag mit allen Empfehlungen gibt’s auch hierfür in einem extra Budapest Food Guide.

Und übernachtet haben wir recht zentrumsnah auf dem Haller Camping Budapest .

3. Stopp: Pula, Kroatien

Von Budapest aus ging es über Zagreb an die kroatische Küste nach Pula (etwa 6 Stunden Fahrt). Auf halber Strecke machten wir kurz Stopp in Zagreb, bummelten durch die Straßen und stärkten uns im Ristorante Carpaccio, bis es dann weiter nach Pula ging.

In der kleinen Hafenstadt Pula kann man auf den Spuren der Römer wandern, durch die Gassen der Altstadt bummeln und sich die ehemalige Stadtmauer anschauen. Angeblich gibt es hier auch schöne Strände und der Ort soll im Sommer richtig schön sein. Wir hatten allerdings zwei Tage strömenden Regen und konnten uns wohl deshalb nur recht wenig an dem Städtchen erfreuen. 

Auch einen Ort weiter in Rovinj war es uns kaum möglich durch die vielen schönen, aber bei Regen sehr rutschigen, Gassen zu laufen. Deshalb kann ich euch hier leider keine Tipps oder Empfehlungen geben, außer es ggf. eher weiter im Süden Kroatiens zu versuchen 😉 

Ein Nachmittag in Venedig 

Nach zwei Tagen in Pula (bzw. Rovinj), die wir eigentlich in der Sonne am Strand verbringen wollten, machten wir uns dann auf in das drei Stunden entfernte Venedig.

Hier bummelten wir ein paar Stunden durch die Gassen, tranken Kaffee und genossen die vielen schönen Aussichten. Nur 1,5 Stunden entfernt liegt der Gardasee, das nächste Ziel unserer Reise. 

Nächster Halt: Gardasee

Zwei Nächte verbrachten wir um und in der Nähe vom Gardasee. Das schlechte Wetter war hartnäckig, doch wir machten das Beste daraus und fanden einen Campingplatz (Camping Park Garda) mit direktem Wasserzugang. 

Fährt man etwas weiter ins ‘Landesinnere’ erreicht man das kleine Dorf Limone di Gavardo. Hier gönnten wir uns eine Übernachtung im wohl schönsten Anwesen – der Villa dei Campi. Sehr schönes Hideway, das ich euch sehr empfehlen kann (italienische Sprachkenntnisse sind hier von Vorteil). 

6. Stopp: Mailand

Vom Gardasee aus ist es quasi nur noch ein Katzensprung nach Mailand (ca. 1,5 h) und so machten wir uns morgens auf in die Design-Hochburg. Parkten mit viel Herzklopfen im ersten (italienischen) Parkhaus (reine Maßarbeit, aber unser Crosscamp hat genau reingepasst) und begannen unsere Tour am Dom, wo auch sonst.

Nach zwei Tagen in Mailand ging es mit Sonne im Gepäck noch einmal einen Nachmittag an den Lago Maggiore, an dem es uns irgendwie besser gefallen hat als am Gardasee….

Und auch für Mailand gibt es noch einen separaten Beitrag, mit meinen Top 5 Mailand Tipps.

Kurzer Abstecher an den Lago Maggiore

Nach einem Nachmittag am Ufer des Lago Maggiore, fuhren wir in die Berge um noch einmal ausgiebig die Aussicht beim Sonnenuntergang auf den See zu genießen.

Letzter Halt: Stuttgart

Von Lago Maggiore aus ist man in drei Stunden in Zürich, wo wir nächtigten um dann am nächsten Morgen weiter nach Stuttgart zu fahren und dort unsere Reise bei Freunden beendeten. Zu viert fuhren wir dann in die Weinberge und verbrachten den letzten Tag mit einem wunderbaren Grillabend mit unseren Freunden. Denn Dank dem Camper hatten wir alles dabei und vollen Komfort.

So was ist nun das Fazit zu unserem Camper Road Trip? 

Es war super und auch wenn ihr kein Camper Fan sein – probiert es unbedingt mal aus! Ich habe tatsächlich am besten im Camper geschlafen (wer hätte das gedacht) und nicht etwa den Hotels, die wir uns auf Grund des starken Regens ab und zu gegönnt haben. Nur das eigene Bad samt Dusche fehlten mir gelegentlich auf den Campingplätzen. 

Bis auf unsere Route hatten wir nichts geplant und auch die war ja nur locker festgehalten. Wir waren super mobil und flexibel, was die Reise einfach sehr angenehm gemacht hat. Gefiel uns ein Ort nicht, sind wir einfach weitergefahren. 

Ohne diese Tour hätte ich Orte wie den Gardasee oder Venedig wahrscheinlich nicht separat bereist und war froh, dass es sich so hat verbinden lassen. 

Preislich müsst ihr bei dem Camper mit etwa 100 Euro am Tag plus Sprit, Maut und Stellplatz (der lag meist bei knapp 20 Euro pro Nacht bei zwei Personen) rechnen. 

Wir haben oft gedacht, wie unfassbar einfach es ist in der heutigen Zeit zu verreisen und wieviel sich einfach in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Das Handy als Navigation, das Internet als Empfehlung für Café und Restaurants. Und auch Stellplatz oder Hotel haben wir vor Ort ergoogelt und gebucht. Ein einziges Mal Geld getauscht (bzw. per Kreditkarte am Automaten gezogen) und ganze sieben Länder bereist mit fünf unterschiedlichen Währungen. Das ist schon echt Wahnsinn, wenn man das mit Familien-Reisen von früher vergleicht. 

Tipp: Hört unbedingt Podcasts auf den Fahrten! Unsere Fahrzeit wurde so noch angenehmer. 

Mein Top 3 Reise-Podcasts 

Reisezeit: Wahrscheinlich wäre eine Reise ab Mai/ Juni empfehlenswerter, da es Nachts echt noch ganz schön kalt sein kann (der Camper hat aber zum Beispiel eine Standheizung) und das Wetter dann vielleicht auch nicht mehr so durchwachsen ist. Im Sommer stelle ich mir das Ganze generell noch ein wenig schöner vor…

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig mit unserem Road Trip begeistern und sage traut euch, das wird schön!

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Crosscamp entstanden.

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